
JANUAR 2011 Télécran


Text: Jochen Kuttler
Photo: Guy Wolff
Télécran
JULY 2009 Télécran

Mai 2008

ABRËL 2007
Mit Edy Krier zum Mond
Die Reise zum Mond
Edy Krier war noch ganz klein, als ihn das Weltraumfieber packte. Als
Erwachsener bringt er Gleichgesinnten sein Faible für die Raumfahrt über den
Fernsehsender .dok näher.

Dem Weltall verschrieben: Edy Krier (rechts) und sein Kameramann
und Cutter Tom Hueter opfern fast ihre ganze Freizeit für ihr
Fernsehprojekt „D‘Geschicht vun der Raumfahrt.
Als Edy Krier Journalist beim Rundfunk war, war er der Spezialist für alles, was
mit Raumfahrt zu tun hatte: „Ich denke, dass das Thema in den heutigen
Nachrichten viel zu kurz kommt, ärgert sich der Weltallfan. 2006 sagte er dem
Manko den Kampf an und startete seine Fernseh-reihe „D‘Geschicht vun der
Raumfahrt“ auf .dok.
In zwanzig Folgen berichtet Edy Krier über die Anfänge und Entwicklung der
Raumfahrt. Dabei spielt der russische Sputnik-Coup 1957 ebenso eine wichtige
Rolle wie die Geschichte des NASA-Raumfahrtprogramms Apollo. Das spektakulärste
Ereignis jener Zeit war natürlich die erste Mondlandung 1969. Weltweit verfolg-ten
damals rund 500 Millionen Menschen das sensationelle Event vor dem Bildschirm.
„Als Apollo 11 auf dem Mond landete, war ich noch im Primärschulalter, erinnert
sich der Raumfahrtliebhaber: „Ich fand das schon als Kind absolut faszinierend“.
Edy Krier arbeitet äußerst professionell. Zusammen mit seinem Kollegen Tom
Hueter, der als Kameramann auch gleich für die Montage der Beiträge zuständig
ist, hat er schon etliche Interviews geführt, war kreuz und quer rund um den
Globus unterwegs. Seit Jahren hat Edy Krier engen Kontakt zur NASA. So kommt es
auch, dass sein Material direkt von der amerikanischen Raumfahrtbehörde stammt.
Aktuelle News werden ihm sogar direkt per Satellit überspielt.
Enger Kontakt zur NASA
Das Filmmaterial wird zunächst gesichtet und dann für die späteren Beiträge
geschnitten. „Das Schneiden nimmt sehr viel Zeit in Anspruch“, erläutert
Fachmann Edy Krier. Während die Moderation der Sendungen auf Luxemburgisch ist,
werden die Aufnahmen der NASA, wenn möglich, in der Originalsprache, also in
Englisch, gesendet. Neben seinen Beziehungen zur NASA hat Edy Krier hat auch
einen guten Draht zum russischen Botschafter in Luxemburg, der ihm für seine
Dokus immer wieder hilfreich zur Seite steht.
Edy Kriers „Studiogäste“ sind meist Spezialisten oder ausgewiesene Kenner der
Raumfahrt, aber auch Zeitzeugen, die den Sputnik-Schock oder die waghalsige
Apollo-Mission noch selbst am Fernsehschirm miterlebt haben.
Edy Krier und Tom Hueter investieren zirka 30 Stunden pro Woche in ihr Hobby –
nebenberuflich versteht sich. Ihre Dokus zeichnet unter anderem aus, das weite
Teile des Bildmaterials der NASA, das vor einigen Jahrzehnten nur in
Schwarzweißgesendet werden konnte, nun in Farbe zur Verfügung steht. „Eine
kleine Sensation“, merken die beiden Raumfahrtfans stolz an. „Die Resonanz auf
unsere Sendungen ist durchweg positiv“, freut sich Edy Krier. „Wir werden von
vielen Menschen darauf angesprochen. Meist sind es Leute, die sich schon immer
für Raumfahrt interessiert haben und somit schon einiges an Hintergrundwissen
mitbringen.“
Ein 30-Stunden-Hobby
Für Edy Krier ist es wichtig, dass sich die Zuschauer in seinen Dokumentationen
wiederfinden können. Der Fernsehmoderator aus Leidenschaft versucht, die
damaligen Ereignisse dabei nicht zu verfremden, vielmehr will er ein Geschehen
rekonstruieren, das es so ja wirklich gab. „Unsere Zuschauer sollen in unseren
Sendungen die spannende Geschichte der Raumfahrt miterleben können. Wir bieten
keine Fiktion, sondern Fakten.“
Denise Kleis
D'Geschicht vun der Raumfahrt
Freitag, 20. April um 20.00 Uhr auf .dok