JANUAR 2011 Télécran

 

Text: Jochen Kuttler

Photo: Guy Wolff

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Mai 2008

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ABRËL 2007

Mit Edy Krier zum Mond

Die Reise zum Mond

Edy Krier war noch ganz klein, als ihn das Weltraumfieber packte. Als Erwachsener bringt er Gleichgesinnten sein Faible für die Raumfahrt über den Fernsehsender .dok näher.



Dem Weltall verschrieben: Edy Krier (rechts) und sein Kameramann
und Cutter Tom Hueter opfern fast ihre ganze Freizeit für ihr
Fernsehprojekt „D‘Geschicht vun der Raumfahrt.


Als Edy Krier Journalist beim Rundfunk war, war er der Spezialist für alles, was mit Raumfahrt zu tun hatte: „Ich denke, dass das Thema in den heutigen Nachrichten viel zu kurz kommt, ärgert sich der Weltallfan. 2006 sagte er dem Manko den Kampf an und startete seine Fernseh-reihe „D‘Geschicht vun der Raumfahrt“ auf .dok.

In zwanzig Folgen berichtet Edy Krier über die Anfänge und Entwicklung der Raumfahrt. Dabei spielt der russische Sputnik-Coup 1957 ebenso eine wichtige Rolle wie die Geschichte des NASA-Raumfahrtprogramms Apollo. Das spektakulärste Ereignis jener Zeit war natürlich die erste Mondlandung 1969. Weltweit verfolg-ten damals rund 500 Millionen Menschen das sensationelle Event vor dem Bildschirm. „Als Apollo 11 auf dem Mond landete, war ich noch im Primärschulalter, erinnert sich der Raumfahrtliebhaber: „Ich fand das schon als Kind absolut faszinierend“.

Edy Krier arbeitet äußerst professionell. Zusammen mit seinem Kollegen Tom Hueter, der als Kameramann auch gleich für die Montage der Beiträge zuständig ist, hat er schon etliche Interviews geführt, war kreuz und quer rund um den Globus unterwegs. Seit Jahren hat Edy Krier engen Kontakt zur NASA. So kommt es auch, dass sein Material direkt von der amerikanischen Raumfahrtbehörde stammt. Aktuelle News werden ihm sogar direkt per Satellit überspielt.

Enger Kontakt zur NASA

Das Filmmaterial wird zunächst gesichtet und dann für die späteren Beiträge geschnitten. „Das Schneiden nimmt sehr viel Zeit in Anspruch“, erläutert Fachmann Edy Krier. Während die Moderation der Sendungen auf Luxemburgisch ist, werden die Aufnahmen der NASA, wenn möglich, in der Originalsprache, also in Englisch, gesendet. Neben seinen Beziehungen zur NASA hat Edy Krier hat auch einen guten Draht zum russischen Botschafter in Luxemburg, der ihm für seine Dokus immer wieder hilfreich zur Seite steht.

Edy Kriers „Studiogäste“ sind meist Spezialisten oder ausgewiesene Kenner der Raumfahrt, aber auch Zeitzeugen, die den Sputnik-Schock oder die waghalsige Apollo-Mission noch selbst am Fernsehschirm miterlebt haben.

Edy Krier und Tom Hueter investieren zirka 30 Stunden pro Woche in ihr Hobby – nebenberuflich versteht sich. Ihre Dokus zeichnet unter anderem aus, das weite Teile des Bildmaterials der NASA, das vor einigen Jahrzehnten nur in Schwarzweißgesendet werden konnte, nun in Farbe zur Verfügung steht. „Eine kleine Sensation“, merken die beiden Raumfahrtfans stolz an. „Die Resonanz auf unsere Sendungen ist durchweg positiv“, freut sich Edy Krier. „Wir werden von vielen Menschen darauf angesprochen. Meist sind es Leute, die sich schon immer für Raumfahrt interessiert haben und somit schon einiges an Hintergrundwissen mitbringen.“

Ein 30-Stunden-Hobby

Für Edy Krier ist es wichtig, dass sich die Zuschauer in seinen Dokumentationen wiederfinden können. Der Fernsehmoderator aus Leidenschaft versucht, die damaligen Ereignisse dabei nicht zu verfremden, vielmehr will er ein Geschehen rekonstruieren, das es so ja wirklich gab. „Unsere Zuschauer sollen in unseren Sendungen die spannende Geschichte der Raumfahrt miterleben können. Wir bieten keine Fiktion, sondern Fakten.“

Denise Kleis

www.edykrierproductions.lu

 


D'Geschicht vun der Raumfahrt
Freitag, 20. April um 20.00 Uhr auf .dok